Rolladenmotor bedienen

Es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten einen Rolladenmotor zu bedienen. Angefangen von einem einfachen Schalter neben dem Fenster bis hin zu einer vollautomatischen Steuerung auf Zeit, Wetter oder gar via Internet. Die Art der Bedienung des Rolladens nach dem Aufrüsten mit einem Rolladenmotor unterscheidet den Begriff “Motorisierung” vom Begriff “Automatisierung”: Eine Motorisierung beinhaltet das Bewegen des Rolladens mit einem Motor “auf Knopfdruck”. Eine Automatisierung sorgt für die automatische Steuerung des Rolladens, z.B. mit einer Zeitschaltuhr, Sensoren uvm.

Achtung: Der Anschluss an 230 V darf nur von einer Elektrofachkraft vorgenommen werden. Alle hier dargestellten Erklärungen dienen nur als Beispiele.

1. Schalter für Rolladenmotoren
Die einfachste Art der Rolladenbedienung per Motor ist ein einfacher Schalter. Dieser Schalter befindet sich meist neben dem Fenster, damit die Zuordnung von Schalter und Fenster eindeutig ist. Die gängigsten Schalter sind Knebelschalter (auch Drehschalter genannt) und Wippschalter:

Knebelschalter (Drehschalter)

Wippschalter

Alle Schalter gibt es immer sowohl als Aufputzversion (AP) als auch in der Unterputzversion (UP). Verschiedene Designs sorgen dafür, dass sich die Schalter für Rollladenantriebe an die übrigen Schalter im Haus anpassen.
Vor dem Kauf von Rolladenschaltern sollte man sich noch kurz über die 2 verschiedenen Betriebsarten “Tastfunktion” und “Rastfunktion” in Klaren sein. Mit einem Taster fährt der Rolladenmotor solange die Taste Auf oder Ab gedrückt bleibt. Die Rastfunktion hingegen wird einmal gedrückt und der Rollladen fährt selbständig in seine Endlage und schaltet automatisch ab.

Wir sind der Meinung, dass alle Unterschiede der Rolladenschalter (ob Aufputz oder Unterputz, Knebel oder Wippe, Tast oder Rast) reine Geschmackssache sind. Daher kosten alle Schalter bei Domohaus immer nur 7,00 € (>> Schalter kaufen).

Die Funktionsweise eines Schalters ist denkbar einfach, da er selbst nur die Phase des Motors ein- oder ausschaltet und damit die Richtung vorgibt. Das bedeutet, dass der Schalter selbst keinen Strom für seine Funktion benötigt.

Wichtig: Standardmotoren dürfen niemals parallel angesteuert werden, d.h. Sie können nicht einen Schalter für 2 Rolladenmotoren verwenden, ohne dazu ein Trennrelais zu verwenden!

Profi – Trennrelais für den Parallelanschluss von 2 Rolladenmotoren

2. Zeitschaltuhren
Der erste Schritt zur Automatisierung ist der Einsatz einer Zeitschaltuhr. Mit dieser fährt der Rolladen zu individuell eingestellten Zeiten auf und ab. Verschiedene Funktionen von unterschiedlichen Herstellern macht jede Zeitschaltuhr einzigartig, doch haben sich folgende “Grundfunktionen” mittlerweile etabliert:

  • Tagesprogramm: Der Rolladen fährt jeden an jedem Tag der Woche zur eingestellten Zeit auf und ab. Dabei können die Zeiten von Tag zu Tag variieren.
  • Wochenprogramm: Der Rolladen fährt jeden Tag der Woche zur gleichen Zeit auf und ab.
  • Zufallsgenerator: Zum Schutz vor Einbruch verändert die Zeitschaltuhr automatisch die Öffnungs- und Schließzeiten zufällig. Dadurch wirkt das Haus immer bewohnt.
  • Taste oder Riegel zum einfachen Ein- und Ausschalten der Automatikfunktion

Zeitschaltuhren verfügen meist über ein Display zur einfachen Bedienung. Verschiedene Formate erlauben den Einsatz der Uhr in einen Mehrfachrahmen oder gar in den Standardrahmen der gängigen Schalterhersteller (50 x 50 mm).

Zeitschaltuhr für 26,90 € (Zum Shop)

In Verbindung mit einem Sonnen- und Dämmerungssensor kombiniert die Zeitschaltuhr Ihre eingegebenen Zeiten mit der aktuellen Helligkeit. Damit fährt der Rollladen im Fall von zu starker Sonneneinstrahlung in eine gewünschte “Sonnenposition” und abends bei Eintritt der Dämmerung automatisch herunter.

Sonnensensor für Zeitschaltuhren

Der Anschluss einer Zeitschaltuhr ist nicht viel komplizierter als der eines Schalters. Einziger Unterschied ist die Spannungsversorgung der Zeitschaltuhr selbst. Achten Sie immer darauf bei Schalterverlegung ebenfalls den Nullleiter zu verlegen.

Auch Zeitschaltuhren dürfen nur unter Verwendung eines Trennrelais zwei Rolladenmotoren parallel steuern!

3. Funk für Rolladenantriebe

Die eleganteste Art der Bedienung von Rolläden geschieht per Funk. Neben dem Komfort der Handsenderbedienung hat Funk noch weitere Vorteile:

  • Fast unendliche Mehrfachansteuerung von Rolladenmotoren durch einzelne Handsender, Wandsender, Zeitschaltuhren oder Sensoren durch simple Programmierung
  • Gruppenbildung oder Zentralbedienung durch Programmierung realisierbar (Z.B. Sonnensensor nur für Rolläden der Ostfassade etc.)
  • Freie Platzierung aller Bedienelemente, z.B. Zeitschaltuhr gegenüber des Fensters oder Schalter an der Haustüre
  • Keine Kabelverlegung zwischen Bedienstelle und Rolladenantrieb
  • Jederzeit erweiterbar durch einfache Programmierung ohne jedes Kabel

Ein Funkhandsender bzw. eine Funk-Zeitschaltuhr benötigt natürlich auch einen Empfänger. Dieser befindet sich entweder direkt im Funk-Rollladenantrieb, z.B. Somfy Oximo RTS, der beim Einbau nur an Strom angeschlossen werden muss. Die Programmierung des Motors sowie weiterer Handsender, Zeitschaltuhren, Sensoren etc. erfolgt auf Knopfdruck.
Alternativ kann auch jeder mechanische oder elektronische Rolladenmotor mit einem Funkempfänger ausgestattet werden. Dazu eignet sich ein schmaler Empfänger für den Rollladenkasten oder in einem separaten Gehäuse. Wer aber jederzeit auch vor Ort bedienen möchte, sollte unbedingt auf einen Schalter inkl. Funkempfänger setzen. Damit kann der Rollladen direkt am Fenster bedient werden und zusätzlich Funkbefehle empfangen. Der Funkempfang kann per Schieberegler einfach manuell ausgeschaltet werden, wenn man z.B. den Zeitbefehl ignorieren möchte. Mehr Informationen zur Funknachrüstung finden Sie hier in unserem Ratgeber Funknachrüstung.


Schalter + Empfänger (Zum Shop)

Wie auch immer Sie Ihren Rolladenmotor in Zukunft ansteuern möchten: Für alle Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.
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